ING.-BÜRO ERICH BUMILLER
MESS- UND NACHRICHTENTECHNIK
Rechnergesteuerte Funkalarmierung mit dem neuen
FEUERWEHR-ALARMIERUNGS-SYSTEM FAS


Die zunehmende Zentralisierung bei der Alarmierung der Landkreisfeuerwehren im Zuge des Ausbaues der Funkalarmierung machte es notwendig, ein neues Alarmierungssystem zu schaffen, welches eine schnelle, sichere und reibungslose Alarmierung der Feuerwehren und führenden Personen im Leitungsdienst gestattet.

Diese Aufgabe erfüllt das System FAS, welches speziell auf diesen Einsatzbereich zugeschnitten wurde.
Es handelt sich dabei um eine
mikroprozessorgesteuerte Einheit, welche in Verbindung mit einem Speicher modernster Technologie und einem Bildschirmgerät die Grundkomponenten des Systems darstellt. Bestechend ist die verblüffend einfache Bedienung und Schnelligkeit im Vergleich zu Datenverarbeitungsanlagen mit herkömmlichen Speichertechniken wie Floppy-Disk, Magnetband oder Magnetplatte. Ein wesentlicher Vorzug liegt weiterhin darin, daß der Speicher im Gegensatz zu allen anderen sonst üblichen Technologien keine beweglichen Teile wie Antrieb oder Lesekopf besitzt, was sich in einer entsprechenden Betrtebssicherheit des Systems niederschlägt.



Feuerwehr — Alarmierungssystem
mit Mikroprozessor-Steuerung

Beim System FAS handelt es sich um den ersten, automatisierten Alarmgeber mit Bildschirmdialog.
Das System verwaltet die in Alarmstufen eingeteilten Alarmplane fur 300 Ortschaften und mehr. Der verwendete Magnetblasenspeicher, in der Fachsprache auch Bubble-Memory genannt, sichert die Daten auch bei Netzausfall.

Alle vom System veranlaßten Alarmierungen werden von einem Nadeldrucker mit einer Schreibgeschwindigkeit von 110 Zeichen pro Sekunde zwangsweise protokolliert. Gleiches gilt für alle Änderungen von Daten, welche vom Programm zugelassen sind und vom Anwender eingegeben werden.

Das System FAS arbeitet selbstkontrollierend. Fehleingaben werden sofort erkannt und müssen grundsätzlich vor weiteren Eingaben berichtigt werden. Die vom Rechner veranlaßte Aussendung eines Alarmcodes wird mittels eines zum System gehörenden Kontrollempfängers über das Funkrelais abgehört, einem Kennungsauswerter zugeführt, dort decodiert und dem Rechner zum Vergleich wieder angeboten. Stimmen die Signale überein, so wird die durchgeführte Alarmierung am Bildschirm durch Anzeige der Uhrzeit quittiert.

Im Falle einer Störung wiederholt das System die Alarmierung zweimal. Sollte keine Ubereinstimmung der Codes erreichbar sein, weil z. B.

das Funkrelais von einem stärkeren Trager beaufschlagt wird, gibt das System FAS akustischen Alarm unter Anzeige am Bildschirm, welche Alarmierung nicht abgesetzt werden konnte. Die Störung wird wiederum zwangsweise protokolliert.

Der oben erwahnte Kontrollempfanger gestattet es weiterhin, Fehlauslösungen von Sirenen infolge von Überreichweiten aus anderen Landkreisen sofort zu erkennen und automatisch mit Datum und Uhrzeit zu protokollieren.

Selbstverständlich gestattet das System FAS auch die Automatisierung des Probealarms. Im Rahmen des Programmes Probealarm können alle vom Anwender gewünschten Varianten der Probealarmierung realisiert werden. Dabei ist eine volle Automatisierung bis hin zum vorgegebenen Datum und Uhrzeit möglich.

Da sich in der Verfügbarkeit von Feuerwehren und deren Fahrzeuge ständig kurzfristige Änderungen ergeben können, ist es notwendig, dem Anwender ohne Programmierkenntnisse die Möglichkeit zu geben, eine ent-sprechende Datenänderung vorzunehmen. Hierfür wurde ein besonderes, anwenderfreundliches Datenänderungsprogramm entwickelt. Datenänderungsberechtigten Personen ist es über einen Schlüsselschalter an der Tastatur möglich, dort die gewünschte Anderung selbst durchzuführen.


Die wesentliche Eigenschaft dieses Programmes ist es, daß z. B. ein Fahrzeug, welches wegen Motorschadens außer Dienst gestellt werden muß, nur einmal als nicht verfügbar eingegeben werden muß. In allen Alarmplänen, in welchen dieses Fahrzeug eingesetzt ist, wird die Korrektur dann automatisch vorgenommen.

Die überraschend einfache und sichere Bedienung des Systems FAS wird durch eine sogenannte Bedienerführung am Bildschirm erreicht. Durch hinweisende und auffordernde Texte oder Zeichen wird dem Benutzer jeweils angezeigt, welche Eingaben das System an der entsprechenden Stelle wünscht. Werden erkennbar falsche Daten eingegeben (z. B. Zahlen statt Buchstaben oder umgekehrt), verweigert das System die Annahme und macht auf diesen Fehler aufmerksam. Ein Blinkzeichen, auch Cursor genannt, steht jeweils an der Stelle, wo vom Programm her in der festgelegten Reihenfolge Dateneingaben erforderlich sind.

Das System FAS erlaubt den Anschluß von max. 3 Bildschirmen mit unabhängigem Bildinhalt sowie 3 Tastaturen. Darüberhinaus kann die gleiche Zahl von Druckern angeschlossen werden.

Die Drucker arbeiten mit handelsüblichem Telexpapier, was die laufenden Betriebskosten des Systems gering hält. Alle Protokolle werden fortlaufend vom Rechner numeriert, so daß ein lückenloser Nachweis über Alarmierungen und Datenänderungen besteht.

Neben seiner Hauptaufgabe als Alarmierungs-System kann das FAS mit entsprechenden Zusatzspeichern und Programmen auch als Auskunfts- und Informationssystem eingesetzt werden. Aufgrund der in der Programmierung verwendeten Datenbankstruktur ist der Speicherbedarf im Vergleich zu anderen Systemen deutlich geringer.

So kann das System FAS aus den in den Alarmkarteien vorhandenen Daten beispielsweise in Bruchteilen von Sekunden alle Standorte eines bestimmten Einsatzfahrzeuges, z. B. TLF16, ermitteln und ausdrucken.

Eine weitere Anwendungsmoglichkeit neben der Alarmierung ist die Ausgabe von Standortdaten, also allen notwendigen Daten der einzelnen Wehren wie Fahrzeugbestand, Sirenencode, Name des Kommandanten, Rufnummern zustandiger KBR oder KBI.

Selbstverständlich lassen sich zusätzlich als Option damit auch andere Aufgaben im Rahmen der Unterstützung der Einsatzzentrale bei der Alarmierung und Einsatzbearbeitung lösen. Hier sei z. B. an eine Gefahrgutdatei, Straßen- und Hydrantendatei oder Objektliste für besonders gefährdete Objekte gedacht. Die große Flexibilität des Systems FAS und seine außergewöhnliche Schnelligkeit ist auch hier seine Stärke.


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Wir bieten Ihnen ein maßgeschneidertes System mit ,,lhren" Programmen an.




Technische Daten:

Steuerelektronik: 8-bit Rechner mit Mikroprozessor 6502

Programmspeicher:
Für jedes Programm separate, steckbare EPROM's auf besonderer Programmspeicherkarte.
Dadurch einfachste, schnelle und problemlose Programmänderung oder Erweiterung durch einfaches
Zustecken wei
terer Speicherchips.

Datenspeicher: Magnetblasenspeicher (Bubble-Memory), keine beweglichen Teile,
d. h. hohe Betriebssicherheit und schneller Speicherzugriff.

Datenspeicherinhalt: Grundversion mit Alarmierungsprogramm fur 300 Orte ohne zusätzliche Daten 40 kByte,
aufrüstbar in Schritten bis 125, 250, 375 oder 500 kByte je nach Bedarf.
Anschluß einer Plattenstation ist möglich.
Spätere Nachrüstung von Speichern ist jederzeit möglich.

Bildschirminhalt: 12 Zeilen a 80 Zeichen (Dies erlaubt eine Ablesung aus mehr als 2 m Entfernung)

Betriebsspannung: 220 V~

Notstromversorgung: 12 V oder 24 V als Option lieferbar

Schnittstelle:
V 24 als Option lieferbar

Technische Änderungen vorbehalten.

Wir beraten Sie gerne in allen Fragen aktueller Mikroprozessor- und Datentechnik


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